Sehenswürdigkeiten in Berlin weitgehend
barrierefrei
Menschen mit einer Behinderung haben es in vielerlei Hinsicht nicht leicht. Sie finden
schwerer eine Anstellung, sind häufig wenig mobil, können wenig bis überhaupt nicht Sport treiben und leiden
allgemein nicht selten unter ihrer Behinderung. Doch nicht nur unter solch alltäglichen Gesichtspunkten sind
behinderte Menschen häufig (teils unfreiwillig) benachteiligt. So würden viele körperlich behinderte Menschen gerne
sehr viel öfter reisen, als ihnen eigentlich möglich ist. Doch auch dabei ist ihnen ihre Behinderung nicht selten
im Weg. Schließlich sind sie auf eine Unterbringung und auf Verkehrsmittel angewiesen, die ihrer Behinderung
gerecht werden. Doch leider ist dies längst nicht überall der Fall. So stehen selbst Behinderte Person, denen ein
Betreuer zur Seite steht, nicht selten vor schwer überwindbaren Problemen, wenn sie auf Reisen sind. Und so
verwundert es nicht, wenn schwer behinderte Menschen sich immer mehr in ihren Reiseaktivitäten einschränken –
sowohl was das Reiseziel als auch die Häufigkeit des Reisens betrifft.
Doch nun geht man vielerorts in Berlin mit gutem Beispiel voran. Berlin ist schließlich eine der am meisten
besuchten Städte in ganz Europa. Um dieser Reputation auf ganzer Linie gerecht zu werden, bemüht man sich nun auch
zunehmend darum, behinderten Menschen sachgerechte Unterkünfte zu gewähren. Besonders positiv und rühmlich haben
sich dabei einige Hotels in Berlin als Pioniere entpuppt, die ihre Einrichtungen
barrierefrei gestalteten. Dies soll ermöglichen, dass Behinderte (über ein behindertengerechtes Zimmer hinaus) auch
in den öffentlichen Räumen (Foyer, Terrasse etc.) möglichst uneingeschränkt partizipieren können. Am leuchtenden
Vorbild der Hotels orientieren sich nun auch immer mehr Sehenswürdigkeiten in Berlin.
Denn auch dort wird Dank barrierefreier Beschaffenheiten behinderten Menschen ein verbesserter Zugang
gewährt.
Die Integration behinderter Menschen in Arbeitsalltag, gesellschaftliches Leben und
Freizeitgestaltung ist unabdingbar für einen Staat, der sich selbst als sozialer Staat wähnt. Dementsprechend wurde
in den letzten Jahren in der Landeshauptstadt ein Zeichen gesetzt. Es gilt zu hoffen, dass die Symbolwirkung dieses
Entgegenkommens noch häufige Nachahmung finden wird.
|